3 AV-Receiver im Test: Denon spitze in Stereo und Surround

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Der Denon AVR-3310 kommt pünktlich zum Herbstgeschäft auf den Markt. Das Gerät besitzt fünf HDMI-Eingänge und einen High Bit Deinterlacer vom Typ „ABT 2010“, mit dem man analoge Video-Signale auf bis zu 1080p skaliert. Außerdem wurde an der Vorderseite eine USB-Schnittstelle für die Multimedia-Wiedergabe integriert. Um etwaige Taktschwankungen in den Signalen digitaler Quellen auf ein Minimum zu reduzieren, hat man ferner einen neuen Clock-Jitter-Reducer verbaut. Über seine Ethernet-Buchse kommuniziert der Denon mit dem lokalen Netzwerk, außerdem kann man per Ethernet Radiosender aus dem Internet hören, das Online-Angebot von Napster abspielen und den Receiver vom Computer aus steuern. Genau wie der AVR-1910 unterstützt der AVR-3310 das neue Tonformat Dolby Pro Logic IIz und damit zwei zusätzliche Höhenlautsprecher. Die überarbeiteten Menüs sind optisch ansprechender, intuitiver und reagieren schneller. Im Stereo-Durchgang bescheinigt man dem Denon eine „messerscharfe Ortung“ mit besonders viel Kontur und Kontrolle im Bassbereich. Stimmen klingen noch voller als beim VSC-LX52 von Pioneer. Auch im Surround-Modus wirkt der Denon kontrollierter. Er punktet mit großer Detailfreude, spielt äußerst dynamisch und noch eine Spur authentischer als der Konkurrent von Pioneer. Berücksichtigt man außerdem den „gefühlvollen Umgang mit dem Mitteltonbereich“, dann langt es auch im Surround-Durchgang zur Pole-Position und damit zum Testsieg.

Bei der Klangqualität schafft Denon 240 von 300 möglichen Punkten. Der Sony STR-DA 3500 ES bringt es in dieser Diszplin „nur“ auf 220 Zähler. Nichtsdestotrotz fand man die Darstellung im Stereo-Durchgang „tadellos“: Der Sony klingt kräftig und sehr homogen. Der eher unauffällige Bass hat weder zu viel noch zu wenig Druck und passt damit gut zum Rest. Auch der Hochtonbereich ist gut aufgelöst, wenngleich man sich etwas mehr „Leidenschaft“ und „Verve“ gewünscht hätte. Kontur- und Ortungsschärfe könnten ebenfalls etwas besser sein. In Surround sieht das Ergebnis ganz ähnlich aus, auch hier begnügt sich der STR-DA 3500 ES mit einer gleichmäßigen räumlichen Abbildung. Pluspunkte gibt es für die ausgezeichnete Stimmwiedergabe. Attacke, Fokus und Auflösung könnten noch etwas besser sein, dafür gibt es Höchstnoten in Sachen Bedienbarbeit: Der Receiver glänzt bei der manuellen Grundeinstellung mit einem mehrfarbigen, perspektivischen OSD-Menü. Hier werden die Parameter aller Kanäle besonders übersichtlich dargestellt. Wer sich mit der ebenfalls sehr übersichtlich gestalteten Fernbedienung nicht erst durch die Menüs bis hin zur Einmessautomatik hangeln will, der profitiert von der integrierten „Quick-Start-Einmessung“. Zwar wird bei dieser schnellen Methode nur ein Hörplatz berücksichtigt, trotzdem reicht das Ergebnis für einen ersten Soundcheck.

Mit straffem Fundament, knackigem Bass und ausgezeichneter Dynamik spielt sich der Denon an die Spitze dieses Vergleichs. Im direkten Vergleich fehlt es dem harmonisch abgestimmten Sony ein wenig an Fokus und Auflösung, dafür ist das Gerät in Sachen Handhabung „überragend“. Wer Praxistauglichkeit groß schreibt, der liegt mit dem Sony sicher nicht daneben.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

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