4 Audiorecorder im Test: Highlight und Referenz für Tascam

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Der DR-100 von Tascam schlägt mit 430 Euro zu Buche. Zusammen mit dem ebenfalls getesteten H4n von Zoom bildet er die Oberklasse bei den mobilen Audiorecordern. Der Tascam speichert die Aufnahmen auf einer eingesteckten SDHC-Karte, im Lieferumfang ist bereits eine zwei Gigabyte große Karte enthalten. Der Speicher lässt sich problemlos und ohne großen Kostenaufwand auf bis zu 32 Gigabyte erweitern, umgerechnet entspricht das einer Aufnahmekapazität von 48 Stunden in CD-Qualität. Wie alle Kandidaten setzt der DR-100 auf symmetrische XLR-Mikrofonanschlüsse, über die sich – ein passendes Mikrofon vorausgesetzt – selbst mit langen Anschlusskabeln brummfreie Ergebnisse erzielen lassen. Pluspunkte gibt es für die zahlreichen Bedienelemente, mit denen sich der Tascam wesentlich einfacher steuern lässt als über das Menü. Die Bedienelemente sind genau wie das Metallgehäuse hochwertig verarbeitet. Eine Delay-Funktion unterdrückt Tastengeräusche bei der Aufnahme, außerdem sorgt ein zuschaltbarer Limiter dafür, dass die Mitschnitte nicht übersteuert und verzerrt werden. Neben dem MP3-Format steht auch Linear PCM bereit, bei Tascam und Zoom sind sogar 24 Bit / 96 Kilohertz möglich.

Die Aufnahmen mit dem DR-100 sind – ähnlich wie beim Zoom – sowohl über die internen als auch über die externen Mikrofone rauscharm. Moniert werden die leicht reduzierten Bässe beim Mitschnitt über die internen Mikrofone, ansonsten ist der Frequenzgang sehr ausgewogen. Doch auch bei den anderen Modellen fand man die eingebauten Mikrofone etwas bassschwach, am deutlichsten fiel das beim Pocketrak CX von Yamaha HiFi auf. Im Zusammenspiel mit externen Mikrofonen und über den Line-Eingang gelingen dem Tascam die besten Ergebnisse dieses Vergleichs. Berücksichtigt man außerdem die exzellente Verarbeitung, die übersichtliche Bedienung und die lange Akkulaufzeit, dann reicht es mit 92 Punkten zum Highlight und zur neuen Referenz. Der Zoom H4n bringt es dank sehr guter Aufnahmequalität und üppiger Ausstattung auf 90 Punkte und wird ebenfalls als Highlight bezeichnet. Die Konkurrenten von Yamaha und von Alesis spielen mit 74 beziehungsweise 76 Punkten in einer anderen Liga. Zwar kann sich die Aufnahmequalität auch hier hören lassen, allerdings sind Ausstattung und Funktionsumfang eher begrenzt.

Profis sind mit den Geräten von Tascam und von Zoom optimal beraten. Wer keine Vollausstattung braucht und trotzdem ordentliche Ergebnisse erzielen will, der liegt mit den vergleichsweise günstigen Geräten von Yamaha HiFi und Alesis ebenfalls nicht daneben.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

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