3 Raumprozessoren im Test: AudioVolver ist die „Königslösung“

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Beim AudioVolver II von Audiodata (ab 4750 Euro) handelt es sich um einen klassischen Prozessor, der zwischen Quellgerät und (Vor-) Verstärker eingeschleift wird. Auch wenn das Gerät frei im Handel erhältlich ist, muss die initiale Messung immer vom Profi durchgeführt werden. Eben jener macht einen Hausbesuch und bringt das passende Equipment gleich mit. Gemessen wird mit Laptop und Mikrofon, gleichzeitig definiert der Experte eine Zielkurve. Die Korrektur-Daten werden anschließend auf einen USB-Speicher kopiert und in den AudioVolver gesteckt. Für den Kunden selbst ist die Bedienung recht einfach, gleiches kann man vom Innenleben des AudioVolver nicht behaupten: Hier werkelt kein einfacher DSP-Chip, sondern „ein halber PC“. Anders wäre die Rechenleistung für die digitalen FIR-Filter auch nicht zu stemmen. Die FIR-Filter optimieren neben dem Frequenzgang auch den Phasengang. So können träge Bässe plötzlich wieder im Takt spielen, wenn man alle anderen Frequenzen mithilfe der Filter verzögert. Auffällige Reflexionen lassen sich auf die gleiche Weise reduzieren. Im Test klappte das „vorzüglich“: Die Klangbühne wirkte plötzlich wesentlich geschlossener, die eingespielten Stücke sauberer, detaillierter und besser durchhörbar. Bei Jazz-Musik war dann auch ein deutlicher Gewinn in Sachen Timing zu vernehmen, Kontrabass und Bassdrum spielten „absolut auf den Punkt.“

Einen Profi, der das System einmisst, hat Harman / Kardon zwar nicht zu bieten, dennoch leistet der Vollverstärker HK 990 (1500 Euro) mit eingebauter Einmess-Automatik ganze Arbeit. Zunächst überzeugt der Harman allerdings mit seinem grundsoliden Aufbau und der großen Palette an Anschlüssen. Er verarbeitet analoge Signale per XLR, hat vier Digitaleingänge für externe Zuspieler und getrennte Eingänge für MM- und MC-Plattenspieler an Bord. Auf Wunsch kann man den HK 990 auch als Front-Endstufe mit Subwooferweiche in eine bereits vorhandene Surround-Anlage integrieren. Der DSP-Chip ist sogar in der Lage, die Signale zwischen den Hauptlautsprechern und einem oder mehreren Subwoofern zu verteilen, genau wie bei einem AV-Receiver. Für das Einmessen, die Berechnung der Korrekturfilter und die Nahfeldmessung der einzelnen Lautsprecher brauchte der Harman im Test nur eine knappe Minute. Anschließend kann der Anwender selbst entscheiden, wie sehr das Ergebnis optimiert werden soll. Die Steigerung in Präzision und Durchhörbarkeit ist „unglaublich“: Wo der Bass vorher noch dröhnte, spielt er plötzlich punktgenau und klar. Insgesamt, so das Fazit der Tester, ist der Vollverstärker jeden Euro „doppelt und dreifach wert“.

Probleme mit der Raumakustik bekommt man mit allen drei Kandidaten in den Griff. Wer seine High-End-Anlage optimieren will, der hat mit der Profi-Lösung von Audiodata die besten Karten. Wer über den Kauf eines neuen Vollverstärkers nachdenkt, der wird mit dem leistungsstarken und flexiblen Harman / Kardon glücklich.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

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