Der Metz Talio 26 CTS überzeugt mit Vollausstattung. Das Gerät hat standardmäßig Empfangsteile für DVB-T, DVB-C und DVB-S an Bord, wahlweise bekommt man den 26-Zöller mit einem Doppeltuner inklusive 250 Gigabyte großer Festplatte. Alle Tuner arbeiten zuverlässig, die Bildverarbeitung des TV-Programms funktioniert tadellos. Ebenfalls optional: eine USB-Schnittstelle, über die man Fotos abspielen kann. Allerdings läuft die Dia-Show nicht wirklich zügig ab. Außerdem wurden drei HDMI-Buchsen und eine DVI-Schnittstelle integriert, wobei der Metz mit allen gängigen Bildformaten zurecht kommt. Selbst 1080/24p-Signale stellt er fehlerfrei dar. Weil es sich um ein Gerät mit HD-ready-Auflösung handelt (1366 x 768 Pixel), gelingt die Darstellung jedoch nicht „pixelperfekt“, man muss also mitunter einen Bildbeschnitt in Kauf nehmen. Insgesamt gefällt die Qualität der Bilder: Die Redaktion spricht von natürlichen Farben und einer guten Bildschärfe. Zwar waren leichte Bewegungsunschärfen zu erkennen – Metz verzichtet beim CTS auf eine Bildwiederholrate von 100 Hertz – der Nachteil fällt mit Blick auf die geringe Bilddiagonale aber nicht wirklich ins Gewicht. Das Display ist ausreichend hell und damit tageslichttauglich, leichte Schwächen in der Schwarz- oder Kontrastdarstellung waren nur in einem abgedunkelten Raum zu erkennen. Der Talio 26 CTS bringt es auf 78 Prozent und sichert sich damit den Testsieg, ist mit 1699 Euro allerdings nicht ganz billig.
Deutlich preiswerter ist der rund 570 Euro teure JVC LT-26DB1BU, dem man mit 71 Prozent ebenfalls ein „gutes“ Ergebnis bescheinigt. Hier stehen ein DVB-T- und ein DVB-S-Tuner bereit, beide Empfangsteile liefern eine „vorbildliche“ Signalqualität. HDTV kann man über den DVB-S-Tuner allerdings nicht empfangen. Auch wenn JVC auf eine Bild-in-Bild-Funktion verzichtet hat – beim Testsieger von Metz und beim Loewe Connect ist diese Funktion mit an Bord – klappt die Programmintegration souverän. Über den USB-Eingang lassen sich Fotos und MP3-Dateien abspielen, leider kommt das Gerät nicht mit allen Speichermedien zurecht. Die Möglichkeiten zur Bildeinstellung sind ebenfalls begrenzt, dennoch gelingt dem 26-Zöller eine gute Kontrastdarstellung inklusive satter Schwarzwerte. Leichte Unschärfen bei der Wiedergabe schneller Szenen sind nach Aussage der Redaktion „vernachlässigbar“. Abzüge gibt es für den eingeschränkten Blickwinkel, für den leichten Blauschimmer der Bilder und für den 24p-Kinomodus: Selbst wenn man den Kinomodus aktiviert hat, ruckeln die Filmbilder einer Blu-ray. Mangels Volumen ist auch der Klang der eingebauten Lautsprecher nicht wirklich überzeugend. Dennoch: Die positiven Eindrücke überwiegen, so dass man sich mit dem Preis-/Leistungssieger für ein „rundum gelungenes Produkt“ entscheidet.
Der Metz steht einem großen Fernseher in Sachen Ausstattung und Bildqualität in nichts nach, hat allerdings seinen Preis. Das günstige Modell von JVC bot ebenfalls eine solide Vorstellung und verdient sich damit die zweite Empfehlung dieses Vergleichs.
Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

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