4 LCD-Beamer mit Full-HD im Test: Zwei Kauftipps

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Den ersten Kauftipp sichert sich Mitsubishi. Der stromlinienförmige HC 6500 besitzt viele Baugruppen, die auch beim Topmodell HC 7000 zum Einsatz kommen – ist aber rund 400 Euro günstiger. Seine Lichtleistung reicht aus, um auch bei Dämmerlicht und nicht nur im komplett verdunkelten Raum kontrastreiche Bilder an die Wand zu werfen. Für den Kontrast ist unter anderem die fünfstufige Blende verantwortlich. In den unteren Stufen geht die Blende noch auf Kosten des Motivkontrastes, auf Stufe fünf und bei entsprechender Justage des Kontraststellers überwiegen dann die Vorteile. Als „genial gut“ bezeichnet die Redaktion den Deinterlacer und den Scaler des Mitsubishi. Von diesen Technologien profitieren herkömmliche DVD- oder DVB-Signale in PAL-Auflösung. Obendrein entlockt die HQV-Nachschärfung dem SD-Material feinste Details. Auch Blu-ray-Filme wirken noch einen Zacken schärfer, ohne dabei künstlich anzumuten. Kurzum: Der HC 6000 erzeugt das schärfste Bild dieses Vergleichs, kann das hohe Niveau mit Blick auf die Farbdarstellung allerdings nicht ganz halten.

Kauftipp Nummer zwei ist der VPL-HW10 von Sony. Das Gerät basiert auf der – zum damaligen Zeitpunkt – ungleich teureren VW-100-Serie. Beim VPL-HW10 setzt man auf ein manuell zu verstellendes Objektiv und auf serienreife Bauteile. Dadurch spart man Kosten, ohne die Leistung nennenswert einzuschränken. Das Gehäuse des Beamers ist recht groß, die Anschlussleiste befindet sich an der Seite. Leider verzichtet Sony auf eine Speicherverwaltung für die Einstellungen. Hat man sich für einen Wert entschieden und verändert die Parameter, dann wird der ursprüngliche Wert gelöscht. Pluspunkte sammelt der HW10 mit seiner Fähigkeit, auf den korrekten Farbraum umzuschalten. Die bisweilen auftretenden „Bonbonfarben“ gehören damit zur Vergangenheit. Bis auf den Sony ist in diesem Vergleich nur der Panasonic PT-AE3000 in der Lage, den Farbraum zu wechseln. Nachdem die Tester das Bild kalibriert hatten, stimmte neben der Farbbalance auch die Farbmischung. Alles soll sehr harmonisch und stimmig wirken, man spricht von einem „wunderbar analogen“ Ergebnis – unabhängig davon, ob es sich um HD- oder um SD-Material handelt. Auch die adaptive Irisblende arbeitet ausgezeichnet und produziert keine sichtbaren Artefakte.

In Sachen Schärfe liegt der elegante Mitsubishi obenauf, bei der Farbdarstellung hat das Gerät von Sony die Nase vorn. Übrigens soll auch das günstigste Modell dieses Vergleichs, der Sanyo PLV-Z3000, ein „stimmiges Kinoerlebnis bieten“, auch wenn er in Sachen Bildqualität nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten kann.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

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