Der 249 Euro teure Tascam DR-07 richtet sich an Einsteiger in Sachen Recording. Dafür sprechen schon das handliche Gehäuse und die übersichtlich strukturierten Bedienelemente. Für Stereoaufnahmen hält der DR-07 zwei Mikrofonkapseln bereit, alternativ kann man ein externes Kondensatormikro anschließen. Mit einer Limitierschaltung vermeidet man Übersteuerungen, der Ton lässt sich mittels Drehregler aber auch manuell aussteuern. Das Ergebnis wird über einen kombinierten Kopfhörer-Line-Ausgang zu Gehör gebracht, die Lautstärke der Wiedergabe justiert man über zwei Tasten an der Geräteseite. Der Tascam nimmt auf eine SD(HC)-Karte auf, eine 2-Gigabyte-Karte ist im Lieferumfang enthalten. Leider ist die deutsche Bedienungsanleitung im Gegensatz zur englischen nicht sehr ausführlich. Die komplette Version findet man nur in digitaler Form auf der Speicherkarte. Ansonsten gibt es nichts zu kritisieren, der Hersteller hat nach Meinung der Redaktion „alles richtig gemacht“. Man hätte sich lediglich ein gummiertes Gehäuse wie beim Dauerbrenner Zoom H2 gewünscht.
Profis sind mit dem Tascam DR-100 oder dem Zoom H4n besser beraten. Letztgenannter ist der Nachfolger des beliebten H4 und besitzt im Gegensatz zu diesem ein gummiertes und wesentlich stabileres Gehäuse. Der Recorder lässt sich wie sein Vorgänger als USB-Audio-Interface an einem Rechner einsetzen, funktioniert also auch als externe Soundkarte mit XLR-Kontakten. Bei der Aufnahme hat man die Wahl zwischen zwei Stereo-Modi, denn die Mikrofone lassen sich im 90- oder im 120 Grad-Winkel ausrichten. Über die internen Mikros fand man den Klang des Zoom etwas runder und satter als den des DR-100. Entscheidet man sich für ein externes Mikrofon mit Phantomspeisung, dann ist es genau umgekehrt: Hier behält der rauschfreiere Tascam die Oberhand. Bei Signalen, die über XLR oder Line-In zugespielt werden, liegen die Kontrahenten auf Augenhöhe, denn beiden gelingt eine „exzellente“ Aufnahmequalität. In Sachen Klang müssen sich der Tascam und der Zoom insofern nur dem Referenzgerät PCM-D50 von Sony geschlagen geben, sind dabei allerdings rund 100 Euro günstiger.
Für Einsteiger lohnt der Blick zum Tascam DR-07, denn der stellt eine ernstzunehmende Konkurrenz zum H2 von Zoom dar. In der Profiklasse fällt die Entscheidung ähnlich schwer, denn der DR-100 und der H4n haben beide ihre Vorzüge: Wer vor allem die internen Mikros nutzen will, der ist mit dem H4n von Zoom auf der sicheren Seite, während sich für Aufnahmen mit externen Mikrofonen eher der DR-100 von Tascam empfiehlt.
Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

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