3 DVD-Recorder im Test: Panasonic knapp hinter Sony

zurück zur Übersicht

Der vergleichsweise kompakte Panasonic DMR-EH495 sitzt in einem robusten Gehäuse, nur die Kunststoff-Leichtbauweise der Vorderseite geht auf Kosten der Stabilität. Außerdem soll sich die Lade zu weit öffnen und damit den komfortablen Zugriff auf eine Schiene verhindern, hinter der sich diverse Bedienelemente und Anschlüsse verbergen. Moniert werden obendrein die aus der Unterseite hervorstehenden Platinschrauben. Insgesamt bezeichnet die Redaktion das Design als „schmucklosfunktional“. Dafür soll das Gerätedisplay selbst aus einigen Metern Entfernung gut lesbar sein. Lob gibt es für die verbauten Schnittstellen mit HDMI, zwei mal S-Video, Firewire, optischem Digitalausgang und USB. Die Installation ist umfangreich, allerdings nicht ganz so intuitiv, wie die allgemeine Menüstruktur. In Sachen Aufnahme bietet das Gerät alle gängigen Funktionen, Pluspunkte gibt es in diesem Zusammenhang außerdem für den elektronischen Programmführer. Bei der Aufnahmequalität sollte man sich nach Aussage der Redaktion für den normalen Modus entscheiden, ansonsten neigt die Komprimierung zu Klötzchenbildung. Der Recorder unterstützt die gängigen DVD- und CD-Formate, zeigt bei den Scheiben allerdings keine sonderlich gute Fehlerkorrektur: Auf Kratzer reagiert das Gerät ziemlich empfindlich. Das Upscaling auf 1080p funktioniert in guter Qualität, auch die analogen Messwerte bleiben im Toleranzbereich. Kritik gibt es für den hohen Stromverbrauch von 14,8 Watt im Standby-Betrieb.

Hier ist der Sony mit gemessenen 2,6 Watt deutlich sparsamer. Der RDR-AT 105 ist zwar nicht ganz so kompakt wie der Panasonic, dem Design tut das aber keinen Abbruch. Es unterstreicht eher die solide Verarbeitung. Hinter der Frontklappe befinden sich USB, Firewire, Video, S-Video, Audio-Cinch, G-Link und eine als „PictBridg“ bezeichnete Druckerverbindung, während man auf der Rückseite unter anderem HDMI, S-Video und koaxialen Digitalausgang entdeckt. Die Installation klappte im Test reibungslos, braucht allerdings etwas Zeit. Geduld braucht man auch beim Sendersuchlauf, der sehr langsam, dafür aber gründlich arbeitet. Das Menü ist umfangreich und trotzdem intuitiv, die Redaktion bezeichnet es als „fast vorbildlich“. Im Betrieb ist der RDR-AT 105 kaum zu hören, auch die Fehlerkorrektur bei verkratzen Discs arbeitet zuverlässig. Nicht ganz so gelungen fand man die Zugriffszeiten: Obwohl die Messungen im akzeptablen Bereich lagen, könnte der Zugriff auf eine DVD schneller vonstatten gehen. Beim EPG und den Aufzeichnungsaufgaben gibt sich der Sony keine Blöße, alle Sendungen werden fehlerfrei mitgeschnitten. Zu den Stärken des Recorders gehört auch das Upscaling, hier waren kaum Kanten oder Unschärfen festzustellen. Überhaupt soll die Qualität der Bilder stimmen, nur die Farbwiedergabe wirkt ein wenig künstlich. Die Ausgabe der akustischen Signale gelingt ebenfalls gut, hier empfiehlt sich die digitale Weiterleitung mit DTS-5.1-Ton.

Mit Blick auf Funktionsumfang und Bedienung sind der Sony und der Panasonic nahezu ebenbürtig. Letzgenannter verspielt den Sieg vor allem wegen kleinerer Mankos, darunter die unpraktische Ladeklappe und die mäßige Fehlerkorrektur. Auch bei der Bildqualität kann der Panasonic nicht ganz mit dem Testsieger von Sony mithalten.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Verwandte Artikel

 
Kommentar schreiben 
Name (Nickname):*
E-Mail (wird nicht veröffentlicht):*
Website:
Summe von 3 + 6 ?:*
* Pflichtfelder Datenschutzrichtlinie