Der Denon AVR-1909 beherrscht die neuen Tonformate und bringt außerdem eine moderne Audyssey-Einmessautomatik mit, die wesentlich mehr Daten ermittelt als ein herkömmliches System und insofern bessere Ergebnisse erzielt. Natürlich lassen sich die Werte auch manuell programmieren. So kann man die Übergangsfrequenz zwischen Subwoofer und Satelliten beim Denon über zehn verschiedene Stufen regeln. Dabei soll die Menüstruktur recht logisch aufgebaut sein, während die Fernbedienung nach Meinung der Tester etwas zu verspielt ausgefallen ist. Der AVR-1909 bietet je drei HDMI- und Komponenteneingänge, außerdem sind vier Digitaleingänge (zwei optische, zwei koaxiale) mit an Bord. Einen Phono-Eingang sucht man vergeblich. Beim Innenleben setzt Denon auf ein konventionelles Netzteil und auf Leistungstransitoren, die auf einem massiven Alu-Kühlkörper gleich hinter der Gehäusefront sitzen. Mit einem über die Kühlrippen gespannten Klebeband will man akustische Störungen des massiven Bauteils kompensieren, nach Meinung der Redakteure ein kleines aber feines Indiz für die Sorgfalt der Ingenieure. Entsprechend solide präsentiert sich der Receiver im Labor: Die Musikleistung liegt bei 93 Watt an acht Ohm, die Störabstände liegen bei beachtlichen 95 Dezibel. Im Hörtest attestiert man dem Kandidaten von Denon dann ein besonders stabiles Fundament, auch der Stimmwiedergabe schreibt man Körper und Charme zu. Im Mehrkanaldurchgang lobt man die räumliche Atmosphäre, während bei HD-Kost die Natürlichkeit und Detailpräzision gefiel.
Panasonic schickt den SA-BX500 ins Rennen und hat sich für eine herkömmliche Einmessautomatik entschieden. Dafür gelingt die manuelle Einmessung dank klarer Bedienlogik besonders einfach und bequem. Auch die ergonomische Fernbedienung des Panasonic verdient sich das Lob der Tester. Anschlussseitig sind beide Geräte nahezu ebenbürtig: Der SA-BX500 besitzt ebenfalls drei HDMI- und drei Komponenteneingänge, setzt bei den Digitaleingängen allerdings auf drei optische und nur auf einen koaxialen Eingang. Über den koaxialen Eingang sind die klanglichen Ergebnisse meist besser. Auf einen Phono-Eingang muss man auch beim Panasonic verzichten. Pluspunkte gibt es für das optionale „Wireless Kit“, mit dem man passende Rear-Boxen kabellos ansteuern kann. Im Inneren des Receivers werden die Tonsignale von Digitalendstufen und einem kompakten Schaltnetzteil verarbeitet. Leider werkelte der verbaute Ventilator im Test recht geräuschvoll. Die Laborwerte des SA-BX500 fand man mit 59 Watt Musikleistung und Störabständen von 73 Dezibel wenig überzeugend. Im Hörtest hätte man sich beim Tiefton etwas mehr Präsenz gewünscht, der Receiver kompensiert diese leichte Schwäche mit einem sehr differenzierten und kraftvollen Oberbass. Bei der Stimmwiedergabe fand man das Klangbild etwas glatter und schlanker als das vom Denon, während Töne von der Blu-ray sehr beherzt und punktgenau, aber mit weniger Details als beim Mitbewerber wirkten.
Mit 380 von 600 Punkten reicht es für den sehr natürlich und detailliert spielenden Denon zum Testsieg. Mehr Temperament und klangliche Präsenz kommt mit dem Zweitplatzierten (364 Punkte) von Panasonic ins Haus.
Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

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