Der MMF 2.2 ist das kleinste Modell des Amerikaners Roy Hall. Der Hersteller ist bekannt dafür, seine eigenen Plattenspieler mit fertigen Komponenten der Firma ProJect zu kombinieren – und erzielt damit immer wieder ausgezeichnete Ergebnisse. Beim MMF 2.2 verzichtet er auf Komfortfunktionen und präsentiert stattdessen ein schlichtes und sehr funktionelles Gerät. Vibrationen des Antriebsmotors begegnet das Modell mit einer schwimmenden Aufhängung, so dass die Erschütterungen nicht auf die Holzgrundplatte übertragen werden. Über einen Gummiriemen wird die Antriebskraft zunächst auf einen Kunststoff-Teller und insofern auch auf den aufliegenden Aluminium-Druckgussteller übertragen. Der solide Eindruck setzt sich beim Tonarm aus Carbonfaser fort, allerdings muss man die Nadel selbst an den Anfang der Platte heben. Sobald das geschehen ist, stellt der Music Hall sein ganzes Können unter Beweis: Die Redaktion beschreibt ihren Eindruck als „audiophiles Vergnügen zum Sparpreis“, denn die Bässe sollen sehr trocken sein, während sich das Gerät auch bei feinsten Details sehr musikalisch gibt. Ausgezeichnet fand man außerdem die räumliche Abbildung.
Klanglich kann der Dual CS 420 zwar nicht ganz mithalten, doch auch er soll sehr erwachsen und dynamisch klingen, ohne dabei auf die gewünschte analoge Wärme zu verzichten. Insgesamt tönt er sehr ausgewogen. Kontrolle im Bass- und oberen Hochtonbereich vermisst man nur, wenn man den Plattenspieler im direkten Vergleich mit einem deutlich teureren Modell anhört. Gleichzeitig soll das Gerät kaum Nebengeräusche produzieren. Offenbar hat sich der komfortable Aufbau des CS 420 bezahlt gemacht: So setzt man auch hier auf eine massive Holzplatte, in der Teller und Tonarm entkoppelt in einem Subchassis ruhen. Der Antrieb bringt einen Kunststoff-Subteller zum Rotieren, auf diesem Teller sitzt der Filzmatten-bedämpfte Hauptteller aus Aluminium. Obwohl das Gerät eine überschaubare Masse hat, fand man den Gleichlauf zufriedenstellend. Der Plattenspieler punktet außerdem mit Vollautomatik: Man muss den entsprechenden Knopf nur leicht drehen, schon schwebt der solide Tonarm an den Anfang der Plattenrille. Mit Blick auf die gute Vorstellung des CS420 ist übrigens zu berücksichtigen, dass das Gerät schon für rund 280 Euro den Besitzer wechselt. Die Redaktion belohnt dieses ordentliche Preis-/Leistungsverhältnis mit der Auszeichnung „Preistipp“.
Wer einen günstigen Dreher mit präzise arbeitender Automatikfunktion sucht, der findet im CS 420 von Dual den idealen Spielpartner. Dem eher audiophil ambitionierten Kunden rät die Zeitschrift zum schlichten, aber ausgezeichnet klingenden Kandidaten von Music Hall.
Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

RSS-Feed abonnieren zum Thema
