3 USB-Plattenspieler im Test: Zwei Geräte punktgleich

zurück zur Übersicht

Der Denon DP-200USB und der Monacor DJP-104USB teilen sich mit einer Note von jeweils 1,3 den ersten Platz. Dabei ist Denon eine der ersten klassischen HiFi-Marken, die einen USB-Plattenspieler anbietet. Das Gerät punktet mit einer Vollautomatik, hebt den Tonarm also auf Knopfdruck ganz von selbst an den Anfang der Plattenrille und später wieder in seine Ausgangsposition. Allerdings muss man auf Einstellmöglichkeiten für Tonarmauflagekraft und Antiskating verzichten, auch die Verarbeitung macht in den Augen der Tester keinen sehr hochwertigen Eindruck. An der Vorderseite wurde ein USB-Port integriert, über den man Memory-Sticks anschließen kann. Betätigt man die Aufnahmetaste am Gerät, dann werden die Titel in MP3-Form direkt auf den angeschlossenen USB-Stick gespeichert. Bei diesem Schritt kann man noch auf einen Computer verzichten, nur bei der nachträglichen Bearbeitung der Aufnahmen (Knistern entfernen, Titel separieren, …) benötigt man einen Rechner. Die Klangqualität soll sowohl bei der direkten Wiedergabe über den analogen Ausgang als auch bei den erstellten MP3-Files (192 kBit/s) „recht ordentlich“ sein.

Deutlich günstiger, dafür allerdings nicht vollautomatisch, ist der Kandidat von Monacor. Riemanantrieb und Tonarm sollen sehr solide sein, außerdem gibt es Einstellmöglichkeiten für das Auflage-Gewicht und Antiskating. Mittels Stroboskoplampe lässt sich sogar die Drehzahl korrekt einstellen. Will man mit dem DJP-104USB eine Kopie seiner Langspielplatte erstellen, ist ein Computer notwendig – über den USB-Port an der Vorderseite lässt sich nicht direkt auf einen Speicherstick mitschneiden. Man braucht außerdem ein zusätzliches Programm, wie zum Beispiel das kostenlose Audacity. Das hat durchaus Vorteile, denn man kann selbst festlegen, in welchem Format und in welcher Qualität die Aufnahme erstellt werden soll. Hochwertige Kopien in 16 Bit und mit 44 kHz sind also ebenfalls möglich. Beim Hörtest über den analogen Ausgang empfand man das Ergebnis lebhaft und dynamisch, selbst die Höhen wurden glasklar wiedergeben. Die Qualität der Kopien – zum direkten Vergleich hat man sich für eine Datenrate von 192 kBit/s entschieden – stand den Dateien, die mit dem Denon erstellt wurden, in nichts nach.

Der günstige Monacor DJB-104USB gefiel mit solider Vearbeitung, flexiblen Einstellungen und einem ordentlichen Klang. Vermisst hat man lediglich die Möglichkeit, die Kopie direkt auf einen USB-Stick zu speichern. Wer auf diesen Komfort nicht verzichten will, der ist mit dem vollautomatischen DP-200USB von Denon besser beraten.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Verwandte Artikel

 
Kommentar schreiben 
Name (Nickname):*
E-Mail (wird nicht veröffentlicht):*
Website:
Summe von 1 + 8 ?:*
* Pflichtfelder Datenschutzrichtlinie