2 LCD-Fernseher mit LED-Backlight: Beide ausgezeichnet

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Bei der neuen Technik wird das Hintergrundlicht nicht wie üblich mit Leuchtstoffröhren, sondern mit LED-Lampen erzeugt. Zwar ist die LED-Technologie zur Zeit noch etwas teurer, dafür soll sie auch einen deutlich höheren Wirkungsgrad und eine längere Lebensdauer haben. Die LED-Lampen bei den beiden Testkandidaten (Philips 42PFL9803 und Sony KDL-55X4500) lassen sich gruppenweise dimmen. Man kann also die Beleuchtung dunkler Bildbereiche reduzieren, während helle Bildbereiche gleichzeitig mit voller Leuchtkraft dargestellt werden. Der 42PFL9803 ist das erste Gerät von Philips, das mit dieser Technik arbeitet. Und tatsächlich – der Flachbildschirm überzeugt nicht nur mit seiner umfangreichen Ausstattung (4 x HDMI, USB, 2 x Scart, DLNA-Netzwerkanschluss), flüssiger Bewegungsdarstellung und überraschend ergiebigem Ton, sondern auch mit einer tadellosen Schwarzdarstellung. Das Local Dimming arbeitet hervorragend, dabei aber leider etwas unpräzise, so dass manche Details in dunklen Bildern verschluckt werden. Als etwas anstrengend für die Augen empfand man in der Redaktion auch die plötzliche Helligkeit der wieder eingeschalteten LEDs, wenn eine helle Szene auf eine dunkle folgt. Die grobe Arbeitsweise verzeiht man dem LCD-Fernseher aber, den insgesamt wurde die Blicke der Tester nach eigener Aussage „magisch ans Display gefesselt“. Das Gerät von Sony mit einer Bildschirmdiagonale von 139 cm steht der guten Performance des kleineren Philips in keiner Weise nach. Auch hier stimmen Ausstattung, Bild und Ton. Im Vergleich zu seinen Schwestermodellen mit herkömmlicher Hintergrundbeleuchtung liefert der KDL-55X4500 ein wesentlich dunkleres Schwarz bei gleichzeitiger Ausleuchtung heller Bildbereiche. Dabei werden die Lampen selbst bei der höchsten Dimmstufe nicht komplett ausgeschaltet, um unerwünschte Artefakte zu vermeiden.

Beide Testkandidaten werden mit 1,2 (ausgezeichnet) bewertet. Die neue LED-Technologie scheint sich also tatsächlich zu lohnen. Lohnend könnte übrigens auch ein wenig Geduld sein – denn die zur Zeit recht hohen Preise werden sicher noch sinken: Der Philips schlägt mit 2999 Euro zu Buche, das größere Gerät von Sony kostet noch einmal 3300 Euro mehr (beides UVP).

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

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